welt.momente

Ein Auf und Ab durch Spanien

von
am
21. Dezember 2018

Wer unseren letzten Artikel gelesen  hat, weiß, dass uns vor ein paar Wochen „nur“ die Pyrenäen noch von Spanien getrennt haben. Voller Tatendrang und mit einem energiereichen Frühstücksmüsli knüpfen wir uns die beeindruckende Gebirgskette vor. Wer hätte gedacht, dass wir es tatsächlich mit dem Fahrrad wagen?

Abenteuerfahrt durch Spanien

Die ersten Kilometer ins Gebirge rauben viel Kraft, wir spüren wie die Temperaturen langsam sinken und eine Kurve der nächsten folgt. Stundenlang treten wir die Serpentinen hoch. Nach der Mückenzeit folgt auch schon die Dämmerung und der Gipfel ist noch immer nicht in Sicht.

Also machen wir uns auf die Suche nach einem ungestörten und einigermaßen waagerechten Platz für unser Zelt. Hier im Wald scheint die Geräuschkullisse sich zu verdoppeln sobald es dunkel wird. Das Rascheln der Blätter, herunterfallende Tannzapfen und in der Ferne das Bellen von Hunden. Bald wird es auch schon unangenehm kalt. 3 Grad in der Nacht. Schnell machen wir uns noch einen warmen Couscous Salat bevor wir uns früh in unser Zelt verkriechen.

Nach dieser abenteuerlich kalten Nacht und einer unglaublichen Abfahrt erreichen wir schließlich Spanien. Das vierte Land unserer Weltreise. Tatsächlich haben wir uns unseren ersten Tag hier etwas anders vorgestellt. Regen und starke Windböen erschweren das Vorankommen und ganz anders als noch in Frankreich lassen die Fahrradrouten zu wünschen übrig. Trotz viel Gepäck und Reiserädern wird Mountainbikeexpertise gefragt, wenn man nicht auf den Hauptstraßen fahren will. 🙂

Unsere Fahrradreise durch das spanische Festland ist insgesamt geprägt von Höhen und Tiefen. Ja, Spanien ist tatsächlich sehr hügelig!!!! Auch das Wetter ist durchzogen. Mal Regen, mal Wind, mal strahlender Sonnenschein…

Dafür empfangen uns die Spanier wie gewohnt mit ihrer offenen und freundlichen Art bei leckeren Tapas, Paella und einem Glässchen Vino. 🙂

Uns gefällt besonders, Spanien mal außerhalb der Hauptsaison für Touristen zu erleben. Die Strände sind teilweise menschenleer und wir können in aller Ruhe die idyllischen Dörfer und vor allem die Natur genießen.

Die nächste Etappe

Wir merken langsam, dass wir unsere Ziele sehr hoch gesteckt haben, aber eigentlich langsam ausreichend straffe Waden haben. Wir hören also auf unser Bauchgefühl und entscheiden in Valencia unsere Fahrräder auf dem Postweg zurück nach Deutschland zu schicken und mit dem Bus nach Málaga zu fahren.

Nun beginnt also wieder eine neue Etappe. Ab jetzt ohne eigenes Fortbewegungsmittel und als Backpacker. Wir sind super gespannt, was die nächste Zeit für uns bereithält.

Zelten in der Natur

Wenn es ums Thema Reisen geht, wird häufig das Wildcampen als ultimative Übernachtungsmöglichkeit beschrieben. Klar hat uns dies auch gereizt und wir haben nun schon mehrere Nächte an eindrücklichen Orten wild gezeltet.

Wildcampen macht super viel Spaß und der Adrenalinkick im ungefährlichen Europa ist auf jeden Fall ein Zeltlager unter freiem Himmel wert. Falls ihr es also noch nicht ausprobiert habt, macht es! Packt euer Zelt ein und sucht euch einen der vielen wunderschönen Plätze dieser Erde.

Für uns bleibt die Entscheidung unser Zelt irgendwo zu platzieren eher eine Ausnahme, vieles ist einfach zu dicht bebaut, in den Naturparks darf man nicht zelten und der wahrschenlich größte Grund ist, dass  wir uns wohl an den Komfort, einen sicheren Schlafplatz zu haben, bereits gewöhnt haben.

Zudem merken wir, wie es an unseren Kräften zehrt, fast jeden Tag einen neuen Schlafplatz suchen zu müssen. Wir entschließen uns deshalb dazu, auch unser Zelt nicht weiter mit auf die Reise zu nehmen. Wir wollen lieber mehr Zeit an einem Ort verbringen, um mit Land und Leuten in Kontakt zu kommen. Dazu möchten wir näher bei den Einheimischen unserer Reisedestinationen wohnen, sind uns aber sicher, dass uns in Zukunft das Zelten mal wieder begleiten wird.

Reise-Urlaub

Nach unseren ersten vier Monaten des Reisens erreichen wir schließlich das vierte Land, Portugal und eine neue Zeitzone. Warum auch Reisende mal Urlaub brauchen, erzählen wir euch in unserem nächsten Artikel.

Tags
ähnliche Beiträge

HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR